
Gemeinsamer Besuch der Ausstellung „70 Jahre Bundeswehr“ in Andernach

Im Rahmen eines Ausflugs des "Verein für Geschichte und Kultur e.V." führte der Weg des "Saar-Mosel-Forums" am Mittwoch, dem 22. Juli 2026, nach Andernach zur Ausstellung „70 Jahre Bundeswehr“.
Konzipiert wurde die Ausstellung von Oberstleutnant a. D. Ulrich Dieter Schmidt, der uns persönlich durch die umfangreiche Präsentation führte. Mit großem Fachwissen, zahlreichen Hintergrundinformationen und anschaulichen Erläuterungen machte er die Führung zu einem besonderen Erlebnis.
Die Ausstellung vermittelte einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Bundeswehr – von ihrer Gründung im Jahr 1955 über den Kalten Krieg bis zu den heutigen Aufgaben der deutschen Streitkräfte.
Besonders aufschlussreich waren die Darstellungen zu den Gründungsmythen der Bundeswehr. Nach außen sollte die neue Armee der Bundesrepublik als demokratischer Neuanfang erscheinen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass ihre Entstehung eng mit den strategischen Interessen der westlichen Siegermächte, insbesondere der Vereinigten Staaten, verbunden war.
Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Ost-West-Konflikts gewann die Wiederbewaffnung Westdeutschlands für die USA und ihre Verbündeten zunehmend an Bedeutung. Die Bundesrepublik sollte fest in die westliche Verteidigungsstrategie eingebunden und zu einem wichtigen Bestandteil der NATO werden.
Ein weiterer interessanter Aspekt war die personelle Kontinuität. Zahlreiche Offiziere, Soldaten, Fachleute und Ausbilder der neu gegründeten Bundeswehr hatten zuvor in der Wehrmacht gedient. Auch ehemalige Angehörige der Waffen-SS wurden nach individueller Überprüfung teilweise wieder in militärische oder sicherheitsrelevante Strukturen übernommen.
Darin zeigten sich die Widersprüche der Anfangsjahre: Einerseits sollte eine demokratisch kontrollierte Armee nach dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ entstehen. Andererseits griff man beim Aufbau auf Personen zurück, die bereits während der Zeit des Nationalsozialismus militärische Erfahrungen gesammelt hatten.
Die Ausstellung regte daher nicht nur zur Beschäftigung mit Uniformen, Ausrüstung und militärischen Entwicklungen an. Sie warf auch grundlegende Fragen auf: Wie umfassend war der tatsächliche Neuanfang nach 1945? Welche politischen Interessen bestimmten die Gründung der Bundeswehr? Und wie ging man mit den Biografien ehemaliger Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehöriger um?
Unser Besuch in Andernach war somit nicht nur informativ, sondern bot auch reichlich Stoff für Gespräche und eine kritische Auseinandersetzung mit der deutschen Nachkriegsgeschichte.
Ein besonderer Dank gilt OTL a. D. Ulrich Dieter Schmidt für die Konzeption der Ausstellung und seine hervorragende Führung sowie dem Verein Geschichte und Kultur Köln für die Organisation dieses interessanten Ausflugs.
Der Verein hat eine eigene Internetseite: https://www.vgk-koeln.de/
Saar-Mosel-Forum zu Gast im Museum des Saarländischen Aberglaubens

Saar-Mosel-Forum zu Gast im Museum des Saarländischen Aberglaubens
Am Samstag, den 18. Juli 2026, besuchte das Saar-Mosel-Forum das Museum des Saarländischen Aberglaubens in Gersheim-Rubenheim. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartete eine außergewöhnliche und überaus spannende Führung, die sich zu einem echten Höhepunkt entwickelte.
Museumsleiter Gunter Altenkirch, einer der bedeutendsten Volkskundler des Saarlandes, führte die Gruppe persönlich mehr als drei Stunden durch seine beeindruckende Sammlung. Mit großem Fachwissen, zahlreichen Geschichten und viel Leidenschaft verstand er es, die Exponate lebendig werden zu lassen. Die Wissbegierde der Teilnehmer wurde dabei ebenso belohnt wie der Museumsleiter selbst, dem die Führung sichtlich Freude bereitete.
Das Museum zählt zu den bedeutendsten volkskundlichen Museen Deutschlands und beherbergt mit rund 3.000 Exponaten die zweitgrößte Sammlung zum Thema Volks- und Aberglaube in Deutschland. Die Ausstellung umfasst unter anderem Amulette und Talismane, Schutzbriefe und Schutzzeichen, Hausgeister, Hexerei und Zauberei, Bauopfer sowie zahlreiche Zeugnisse der Volksheilkunst und Geisterabwehr. Besonders bemerkenswert ist, dass die meisten Exponate durch umfangreiche Zeitzeugenberichte dokumentiert sind – ein Alleinstellungsmerkmal dieser einzigartigen Sammlung.
Untergebracht ist das Museum gemeinsam mit dem Museum für dörfliche Alltagskultur in einem historischen Bauernhaus in der Ortsmitte von Rubenheim. Beide Museen ergänzen sich hervorragend und vermitteln einen faszinierenden Einblick in das Leben, den Glauben und den Alltag früherer Generationen.
Gunter Altenkirch hat sich über Jahrzehnte der Erforschung und Dokumentation der saarländischen Volkskunde gewidmet. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz gewürdigt. Neben seiner Museumstätigkeit veröffentlichte er rund 50 Bücher und Broschüren zu den Themen Volkskunde, Brauchtum, Sagen und Alltagskultur. Besonders empfehlenswert ist sein reich bebildertes Buch „Volks- und Aberglauben – Gegenständliche Belege aus dem Saarland und angrenzenden Gebieten“, das die Hintergründe vieler Ausstellungsstücke anschaulich erklärt und vertieft.
Im Anschluss an die interessante Führung ließ die Gruppe den gelungenen Nachmittag bei einem gemeinsamen Essen in geselliger Runde ausklingen. Aufgrund der durchweg positiven Resonanz steht bereits fest: Das Saar-Mosel-Forum wird zeitnah einen weiteren Termin für eine Führung bei Gunter Altenkirch organisieren. Denn nach einem Besuch ist klar – in dieser außergewöhnlichen Sammlung gibt es noch vieles zu entdecken.
Saar-Mosel-Forum zu Gast beim Sommerfest der ADR in Luxemburg

Grenzüberschreitender Austausch zwischen konservativen Kräften weiter vertieft
Mit einer starken Delegation nahm das Saar-Mosel-Forum am 5. Juli 2026 am traditionellen Sommer- und Grillfest der ADR (Alternativ Demokratesch Reformpartei) im luxemburgischen Izeg teil. Die Veranstaltung auf einem liebevoll hergerichteten Bauernhof mit großer Scheune als Festhalle bot den idealen Rahmen für einen intensiven politischen Gedankenaustausch, persönliche Begegnungen und zahlreiche neue Kontakte.
Hunderte Besucher in familiärer Atmosphäre
Das Sommerfest war mit mehreren hundert Gästen hervorragend besucht. Besucher aus allen Teilen Luxemburgs sowie aus den angrenzenden Regionen Deutschlands nutzten die Gelegenheit, in ungezwungener Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen. Bei bestem Sommerwetter, guter Verpflegung und einer hervorragenden Organisation entwickelte sich ein lebendiges Fest, das von Offenheit, Gastfreundschaft und einem respektvollen politischen Austausch geprägt war.
Interessante Gespräche mit ADR-Abgeordneten
Für die Mitglieder des Saar-Mosel-Forums standen vor allem die politischen Gespräche im Mittelpunkt. Besonders erfreulich war der intensive Austausch mit mehreren Abgeordneten der ADR. Hervorzuheben ist das ausführliche Gespräch mit dem ADR-Abgeordneten Tom Weidig. In einer offenen und konstruktiven Atmosphäre wurden aktuelle Entwicklungen in Luxemburg und Deutschland, die Energiepolitik, Fragen der Migration sowie die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit konservativer und patriotischer Kräfte über die Landesgrenzen hinweg erörtert. Beide Seiten waren sich einig, den begonnenen Dialog künftig weiter auszubauen und den gegenseitigen Austausch zu intensivieren.
Die ADR – konservative Stimme in Luxemburg
Die Alternativ Demokratesch Reformpartei (ADR) wurde 1987 gegründet und zählt heute zu den prägenden Oppositionsparteien Luxemburgs. Nach ihrem politischen Selbstverständnis setzt sie sich insbesondere für den Schutz der luxemburgischen Sprache und Kultur, eine konservative Gesellschaftspolitik, eine Begrenzung der Zuwanderung sowie eine kritische Haltung gegenüber einer weiteren Vertiefung der europäischen Integration ein. Für viele Bürger stellt die ADR eine bürgerlich-konservative Alternative zu den etablierten Parteien des Großherzogtums dar.
Bestehende Kontakte werden weiter ausgebaut
Der Besuch beim ADR-Sommerfest war kein Einzelfall, sondern Teil eines kontinuierlichen Austauschs des Saar-Mosel-Forums mit politischen Ansprechpartnern in Luxemburg. Bereits vor wenigen Wochen nahmen Mitglieder des Forums an einer Veranstaltung in Luxemburg-Stadt mit der ehemaligen Bundesfamilienministerin Kristina Schröder teil. Im Mittelpunkt stand dort die Diskussion über den deutschen Atomausstieg und die Auswirkungen der Energiepolitik auf Deutschland und Europa. Auch bei dieser Veranstaltung wurden wertvolle Kontakte geknüpft, die inzwischen weiter vertieft werden.
Showband sorgte für beste Stimmung
Neben den politischen Gesprächen kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Eine mitreißende Showband sorgte mit ihrem abwechslungsreichen Programm den ganzen Nachmittag über für hervorragende Unterhaltung und trug wesentlich zur ausgezeichneten Stimmung unter den Gästen bei.
Gemeinsamer Blick nach vorn
Der Besuch in Izeg hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen konservativen und bürgerlichen Kräften in Europa ist. Gerade angesichts der aktuellen politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen gewinnt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zunehmend an Bedeutung. Das Saar-Mosel-Forum wird deshalb den Kontakt zur ADR und zu weiteren Partnern in Luxemburg weiter pflegen und ausbauen. Die zahlreichen Gespräche und die herzliche Gastfreundschaft haben deutlich gemacht, dass auf beiden Seiten der Wunsch nach einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit besteht.
Toller Balkanabend in Schengen

Ein Abend der Gemeinschaft, Begegnung und kulturellen Verbundenheit
Am Donnerstag, den 4. Juni 2026, fand in Schengen unser erster gemeinsamer Balkanabend statt – ein besonderer Abend der Begegnung, des Austauschs und der gelebten Gemeinschaft. Mit großer Freude durften wir feststellen, dass über 50 Gäste unserer Einladung folgten und gemeinsam einen stimmungsvollen, herzlichen und geselligen Abend verbrachten.
Besonders erfreulich war dabei die große Zahl an neuen Gesichtern: Mehr als die Hälfte der anwesenden Gäste nahm erstmals an einer unserer Veranstaltungen teil. Dies zeigt eindrucksvoll, dass unser gemeinschaftlicher Gedanke immer mehr Menschen erreicht und das Interesse an Austausch, Zusammenhalt und gemeinsamen Werten stetig wächst. Gerade solche Begegnungen machen Mut und bestätigen, wie wichtig persönliche Gespräche und offene Gemeinschaft sind.
Gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Herausforderungen zeigt sich immer deutlicher: Der Wunsch nach Zusammenhalt, Identität, Heimatverbundenheit und dem Erhalt kultureller Grundlagen verbindet Menschen weit über Herkunftsgrenzen hinaus. Dass sich auch viele Menschen mit Wurzeln auf dem Balkan in Deutschland patriotischen Parteien anschließen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, verdeutlicht, wie sehr gemeinsame Werte und der Wunsch nach Zusammengehörigkeit Menschen einen können.
Vor diesem Hintergrund war unser Balkanabend weit mehr als nur eine gesellige Veranstaltung – er wurde zu einem Fest des Miteinanders. Menschen verschiedener Herkunft kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und verbrachten gemeinsame Stunden in angenehmer Atmosphäre. Es wurde gelacht, diskutiert und gefeiert – ganz im Zeichen gegenseitiger Wertschätzung und Gemeinschaft.
Auch kulinarisch hatte der Abend einiges zu bieten. Unsere Gäste wurden mit zahlreichen Spezialitäten und Leckereien verwöhnt. Ein besonderer Höhepunkt war das serbische Spanferkel und kroatische Krautwickel, das großen Zuspruch fand und bei vielen Gästen für Begeisterung sorgte. Die traditionelle Küche und die liebevolle Bewirtung trugen wesentlich zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.
Im Laufe des Abends wurde selbstverständlich auch das Tanzbein geschwungen. Musik, gute Gespräche und ausgelassene Stimmung sorgten bis in die Abendstunden für ein lebendiges und fröhliches Miteinander. Die Stimmung war hervorragend – geprägt von Herzlichkeit, Offenheit und echter Gemeinschaft.
Unser Balkanabend hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind und wie verbindend gemeinsame Werte, Traditionen und kulturelle Vielfalt wirken können. Die hohe Teilnehmerzahl sowie die vielen neuen Gäste bestätigen uns darin, solche Veranstaltungen auch künftig fortzuführen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Gästen, Helferinnen und Helfern sowie allen, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung zum Gelingen dieses besonderen Abends beigetragen haben.
Wir freuen uns bereits auf die nächsten gemeinsamen Veranstaltungen!
Peter Feist im Saarland

Am 12. April 2026 fand im saarländischen Mettlach eine gut besuchte Veranstaltung des Saar-Mosel-Forums statt, bei der Peter Feist als Referent auftrat. In seinem Vortrag widmete sich Feist einem zentralen Begriff politischer Theorie und Praxis: der Dialektik – und stellte dabei einen deutlichen Bezug zu aktuellen politischen Entwicklungen her.
Zu Beginn erläuterte Feist die philosophischen Grundlagen der Dialektik. Er führte aus, dass der Begriff auf die antike Philosophie zurückgeht und insbesondere durch Denker wie Hegel und Marx geprägt wurde. Dialektik beschreibe einen Denkprozess, in dem Gegensätze nicht einfach nebeneinanderstehen, sondern in Spannung zueinander treten, sich entwickeln und im besten Fall auf einer höheren Ebene aufgelöst werden.
Im weiteren Verlauf seines Vortrags schlug Feist die Brücke zur Gegenwart. Anhand aktueller politischer Themen – darunter gesellschaftliche Polarisierung, Meinungsfreiheit und politische Entscheidungsprozesse – zeigte er auf, welche Rolle dialektisches Denken seiner Ansicht nach heute spielt. Er argumentierte, dass viele politische Debatten zunehmend verhärtet seien, weil Positionen nicht mehr als Teil eines dynamischen Spannungsverhältnisses verstanden würden, sondern als unvereinbare Gegensätze. Dialektik könne hier helfen, Konflikte besser zu verstehen und produktiv zu bearbeiten.
Besonders betonte Feist, dass es seiner Auffassung nach keine „rechte“ oder „linke“ Dialektik gebe. Vielmehr sei Dialektik ein methodisches Instrument, das unabhängig von ideologischen Zuordnungen genutzt werden könne. Gerade in der aktuellen politischen Lage sei es wichtig, Widersprüche nicht zu vermeiden, sondern bewusst zu analysieren und daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen.
In der anschließenden Fragerunde wurden neben theoretischen Aspekten auch aktuelle politische Entwicklungen diskutiert. Unter anderem ging Feist auf die Frage ein, ob die Make America Great Again-Bewegung ein Vorbild für deutsche Patrioten sein könne.
Die Fragerunde entwickelte sich zu einem lebhaften Austausch, bei dem die zahlreichen Teilnehmer ihre Perspektiven einbrachten und Feist ausführlich Stellung nahm.
Peter Feist ist ein deutscher Publizist und politischer Kommentator. Er war von Beginn an als Berater für thematische Ausrichtungen am Magazin „Compact“ beteiligt und brachte seine Expertise insbesondere in strategischen und inhaltlichen Fragen ein.
Darüber hinaus ist er Vorsitzender des Christian Wolff-Bildungswerk e.V., einer Organisation, die sich der politischen Bildungsarbeit widmet. In den vergangenen Jahren hat Feist nach eigenen Angaben über 120 Schulungen und Vorträge durchgeführt, insbesondere für Verbände und Fraktionen der Alternative für Deutschland. In diesen Veranstaltungen vermittelt er Inhalte zu politischer Theorie, Rhetorik und strategischer Kommunikation.
Seine publizistische und bildungspolitische Arbeit ist darauf ausgerichtet, politische Zusammenhänge aus seiner Perspektive zu analysieren und zur Diskussion zu stellen. Die Veranstaltung in Mettlach fügt sich in diese Tätigkeit ein und bot den Teilnehmern eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Bedeutung dialektischen Denkens im politischen Kontext der Gegenwart.
Ach was – Loriot

Am Sonntag, dem 22. März 2026, unternahm das Saar-Mosel Forum einen gemeinsamen Besuch der Ausstellung „Ach was – Loriot“ in der Ludwig Galerie Saarlouis. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Werk des großen deutschen Humoristen Vicco von Bülow, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot.
Aus einer patriotisch-systemkritischen Perspektive betrachtet, zeigte sich einmal mehr, wie zeitlos und treffend Loriots feinsinnige Gesellschaftskritik ist. Seine Sketche und Zeichnungen entlarven mit subtilem Humor die Absurditäten bürokratischer Strukturen, zwischenmenschlicher Missverständnisse und eines oftmals überregulierten Alltags – Themen, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben. Gerade in einer Zeit, in der viele Bürger eine zunehmende Entfremdung von staatlichen Institutionen verspüren, wirken Loriots Werke wie ein Spiegel, der die Schwächen des Systems auf charmante, aber unmissverständliche Weise offenlegt.
Ergänzend sei erwähnt, dass Vicco von Bülow während des Zweiten Weltkriegs als Offizier der Wehrmacht in Russland diente und Kriegserfahrungen sammelte, die ihn später auch in seiner sensiblen und oft indirekten Art der Gesellschaftsbetrachtung geprägt haben mögen.
Loriots Blick auf die deutsche Gesellschaft ist geprägt von einer tiefen Verbundenheit mit der eigenen Kultur, ohne dabei Kritik zu scheuen. Diese Verbindung aus Heimatbewusstsein und kritischer Distanz macht sein Werk besonders wertvoll.
Den gelungenen Abschluss fand der Ausflug in einer geselligen Runde in einem Café in der Saarlouis. Bei herrlichem Frühlingswetter ließ man den Tag gemeinsam ausklingen, tauschte Eindrücke aus und vertiefte die Gespräche in entspannter Atmosphäre.
Abschließend lässt sich sagen: Wer diese Ausstellung noch nicht besucht hat, sollte die Gelegenheit unbedingt nutzen. Sie ist ein Stück deutscher Geistes- und Humorgeschichte, das zum Lachen ebenso wie zum Nachdenken anregt. Die Ausstellung ist noch bis zum 7.Juni 2026 zu sehen.
Adam Vorstädter sprach in Merzig über „Geßlerhüte unserer Zeit“

Merzig, 7. November 2025 – Vor einem gut gefüllten Saal des Saar-Mosel-Forums stellte der evangelische Theologe und Buchautor Adam Vorstädter am Freitagabend sein neues Werk „Geßlerhüte unserer Zeit“ vor. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse und zog Besucher aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und kirchlichen Hintergründen an.
Kritische Beobachtungen eines Kirchenmannes
Zu Beginn berichtete der Autor über seinen eigenen beruflichen Weg innerhalb der evangelischen Kirche. Aufgrund seiner kontrovers diskutierten öffentlichen Stellungnahmen sei er, wie er schilderte, vorzeitig in den Ruhestand versetzt worden. Diese biografische Erfahrung bildete den Ausgangspunkt für sein Buch, in dem Vorstädter den Umgang mit konservativen und christlich-traditionellen Positionen in der heutigen Gesellschaft thematisiert.
Erfahrungen aus öffentlichen Debatten
Vorstädter beschrieb Situationen, in denen er nach eigener Darstellung wegen seines Engagements – etwa bei „Märschen für das Leben“, christlichen Hochschultagen oder anderen Veranstaltungen – mit Kritik und Ablehnung konfrontiert worden sei. Er betonte, dass Vertreter klassischer christlicher Überzeugungen oder konservativer Wertvorstellungen heute rasch als „umstritten“ etikettiert würden.
Immer wieder verwies der Referent auf eigene Erlebnisse, die er im Buch ausführlich darlegt, und zog Parallelen zu biblischen Texten, in denen Widerstand und Standhaftigkeit thematisiert werden. Die Metapher der „Geßlerhüte“ diene ihm dabei als Bild für gesellschaftlichen Druck, sich bestimmten Sichtweisen zu beugen.
Analyse gesellschaftlicher Entwicklungen
Im Hauptteil seines Vortrags skizzierte Vorstädter seine Sicht auf die Veränderungen politischer, kultureller und kirchlicher Debatten. Er kritisierte, dass traditionelle Begriffe wie Familie, Heimat oder Lebensschutz an gesellschaftlicher Wertschätzung einbüßten. Gleichzeitig rief er dazu auf, demokratische Diskussionen offen zu führen und verschiedene Positionen zuzulassen, ohne vorschnell politische Etiketten zu vergeben.
Publikum und Reaktionen
Das Publikum reagierte überwiegend aufmerksam und mit sichtbarem Interesse. In der anschließenden Fragerunde nutzten mehrere Zuhörer die Gelegenheit, eigene Erfahrungen einzubringen oder Fragen zur Rolle von Kirchen und Politik in aktuellen gesellschaftlichen Spannungsfeldern zu stellen. Auch Besucher, die religiösen Institutionen eher distanziert gegenüberstehen, beteiligten sich an der Diskussion.
Abschluss und Ausblick
Vorstädter beendete den Abend mit dem Appell, Meinungsvielfalt zu schützen und sich – unabhängig von politischer oder kirchlicher Ausrichtung – respektvoll mit Andersdenkenden auseinanderzusetzen. Sein Buch sehe er als Ermutigung, persönliche Überzeugungen trotz Gegenwinds verantwortungsvoll zu vertreten.
Die Veranstaltung endete mit einer Signierstunde, bei der viele Gäste das Gespräch mit dem Autor suchten.
Bericht Vierfusz

Am Freitag,23.Mai 2025 war Gerhard Vierfusz im Raum Schengen, am Dreiländereck DE - FR - LUX, und sprach dort u.a. beim #Saar_Mosel_Forum über die #Sackgasse #Rechtspopulismus und darüber, wie die #AfD dort herausfindet.
Ein vielversprechendes Projekt, das ein Schnellroda des Westens werden könnte! laut Vierfusz....